 |









|
















 |
AKTUELLES
19. Juni 2007: Minikonferenz - Nanomaterialien für Design und Architektur
Autos, die auf Knopfdruck die Farbe wechseln, Brillen, die nie beschlagen, oder Edelstahlküchen, auf denen kein Fingerabdruck mehr haften bleibt. Experten sagen der Nanotechnologie ein enormes Wachstumspotenzial voraus und sehen den nächsten Boommarkt kommen. Der Verein Deutscher Ingenieure VDI schätzte den Marktumsatz von Nano-Produkten in 2006 bereits auf 100 Milliarden Euro, die Marktforscher von Lux Research sagen sogar ein Volumen jenseits der 2,5 Billionen Dollar Grenze für das Jahr 2014 voraus. Die führenden Industrienationen investieren schon jetzt Schwindel erregende Summen in die Nano-Forschung. Unternehmen erkennen die Zukunftstechnologie als „zentralen Baustein für profitables Wachstum durch Innovation“ (Financial Times 2.4.2007).
Doch während feinste Nanoschichten zur Oberflächenveredelung den Weg in erfolgreiche Anwendungen bereits gefunden haben, warten die meisten Entwicklungen bislang noch auf die Überführung in einen marktfähigen Produktkontext. Nach Ansicht der Financial Times fehle es den hiesigen F&E-Aktivitäten an umfassender Marktorientierung, eine Aufgabe, die die „Kreativen Industrien“ wie Design, Marketing, Werbung, Multimedia, Architektur, PR, Neue Medien oder Fotografie in erfolgreichen Innovationsprozessen am Modellstandort Bremen seit 2005 übernehmen. Neue Funktionen im Mikro- und Nanobereich sind nicht das, was uns zu Jubelstürmen bewegt. Angebote sind gefragt, die wir verstehen, die unser Leben berühren und die uns im Chaos des Überangebots Orientierung geben.
Mit der Minikonferenz „Nanomaterialien für Design und Architektur“ bringt die Bremer Design GmbH die für einen Innovationserfolg durch Nanotechnologie erforderlichen Komponenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und den „Kreativen Industrien“ zusammen und vernetzt diese im „Wilhelm Wagenfeld Haus - Design im Zentrum“ miteinander.
Programm:
„Nanobeschichtungen für Innenraumgestaltung und Architektur“, Sylvia Leydecker (100% interior, Köln)
Beschichtungssysteme haben den Einzug in Design und Architektur bereits vollzogen. Veredelt durch Partikel in Nanodimensionen können Oberflächen mittlerweile nahezu jede Funktion erfüllen, also kratzfest, schmutzabweisend, antibakteriell oder geruchshemmend sein. Die Kölner Innenarchitektin gewährt einen Einblick in die Welt zwischen Easy-to-clean und Anti-Fog. Als Autorin für den Birkhäuser-Verlag bereitet sie gerade ein Buch mit dem Arbeitstitel „Nanomaterialien für Designer und Architekten“ vor.
„Die Welt der Nanokomposite“, Prof. Dr. Bernd Günther (Fraunhofer IFAM, Bremen)
Seit über 10 Jahren werden Nanokomposite am Fraunhofer IFAM in Bremen entwickelt, die zunehmend Einzug in marktrelevante Anwendungen finden. Prof. Günther zeigt mögliche Potenziale derartiger Materialien für Designer und Architekten und skizziert Nutzungsszenarien vom Einsatz nanoskaliger Partikel in Brandschutzmitteln und –lacken, leitfähigen Klebstoffen und solchen, die auch unter Wasser ihre Eigenschaften nicht verlieren, bis hin zu Antikorrosionsbeschichtungen.
„Hochfeste Kunststoffverbünde mit Kohlenstoffnanotubes CNT“, Ralph Schneider (BayerMaterial Science AG – Creative Center, Leverkusen)
CNT sind ein Paradebeispiel der Nanotechnologie. Sie sind extrem belastbar, fünfmal stabiler als Stahl und leiten elektrischen Strom so gut wie Kupfer. Als Zusatz in Kunststoffen lassen sich hochfeste Werkstoffe herstellen, die sich für Sportgeräte wie Baseballschläger, Surfbretter oder dynamisch belastete Leichtbauteile wie Windräder eignen. Auch können mit Kohlenstoffnanotubes Polymerwerkstoffe Elektrizität und Wärme leitend ausgestattet werden. Die Bayer MaterialScience AG will sich mit Baytubes® als einer der weltweit führenden Hersteller von CNT positionieren. Im Creative Center werden durch frühzeitige Einbindung von Designern und Architekten Innovationsprozesse schon jetzt konsequent auf die Marktbedürfnisse ausgerichtet.
Termin: 19. Juni 2007 (18:00 – 21:00h)
Ort: Wilhelm Wagenfeld Haus - Design im Zentrum (Am Wall 209, 28195 Bremen)
Teilnahmegebühr: €20 (Auszubildende: €5)
Anmeldung: veranstaltungen@designzentrumbremen.de
|
Zurück zur Übersicht |